Frank Henning – Biophysiker und Heilpraktiker
Die Transaktionsanalyse (TA)
Beispiele
- • Ein Fußballspieler, der gerade ein Tor geschossen hat, wird
in den Kindheits-Ich-Zustand wechseln: er strahlt, jubelt, wirft sich
auf den Boden.
- • Auf einer Party ist Vergnügen angesagt. Frei und ungezügelt
tanzen, lachen, Spaß haben: Für all diese Verhaltensweisen
ist der Kindheits-Ich-Zustand der angemessene. Einige Gäste sondern
sich ab, und fangen an zu reden und zu diskutieren: Sie sind im Erwachsenen-Ich-Zustand.
Ein anderer schaut angespannt und verbissen, spannt seine Kiefermuskeln
an; er dreht die Musik leiser oder schließt die Fenster, damit
die Nachbarn nicht gestört werden, schaut auf die ausgelassenen
Tanzenden und schüttelt verständnislos den Kopf: er ist wahrscheinlich
im Eltern-Ich-Zustand. Kritisch, bewertend, vielleicht pikiert die Nase
rümpfend.
- • Eine verbreitete Methode, in den Kind-Ich-Zustand zu gelangen, ist
der Genuss von Alkohol; wenn man so angespannt ist, dass man keinen
Zugang mehr zu Spaß und Leichtigkeit bekommt, ist Alkohol eine
Möglichkeit, die übermächtige Stimme des Eltern-Ich zum
Schweigen bringen.
- • Gute Vorsätze zum neuen Jahr zum Beispiel, beschließt
meist unser inneres Eltern-Ich, das sich als vernünftiges Erwachsenen-Ich
maskiert und sagt: Ich will doch nur das Beste für dich. Ausführen
muss die guten Vorsätze aber ein anderer Anteil, der dazu eigentlich
keine Lust hat; wenn dieser sich dann weigert oder es schlicht vergisst,
dann ärgert man sich über sich selbst. Was man sich auch vornimmt:
Seine Ängste in den Griff zu kriegen, den inneren Schweinehund
zu überwinden, sich zusammenzureißen, disziplinierter zu
sein: all das bedeutet im allgemeinen nicht, sein Erwachsenen-Ich zu
stärken, sondern sein Eltern-Ich! Fast immer auf Kosten des Kindheits-Ichs.
Indem man sich zu etwas zwingen will, wogegen es heftige innere Widerstände
gibt.
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