
In bestimmten Situationen treten bestimmte Emotionen auf, die für
den Klienten störend sind. Derartige Situationen werden dann wenn
möglich gemieden; wenn dies nicht möglich ist, muss man die
unangenehmen Gefühle ertragen, oder man begibt sich in Therapie.
Oft ist bereits die Vorstellung bestimmter Erlebnisinhalte mit bestimmten
Emotionen gekoppelt.
Gefühle, die zu den Erinnerungen gehören, sind oft in den Untereigenschaften
der Erinnerungen kodiert: Wenn z.B. unsere inneren Bilder sehr viel Farbe
enthalten, sehr groß und sehr scharf sind, erleben wir die damit
verbundenen Gefühle intensiver, als wenn die Bilder schwarz/weiß
sind, unscharf oder klein. Das gilt für angenehme Erinnerungen ebenso
wie für unangenehme. Bei angstbesetzten Themen wird in der Therapie
die Vorstellung des Objekts von negativen Gefühlen entkoppelt, so
dass man ruhig, sachlich, vernünftig und (kon)zentriert bleiben kann,
beim Gedanken an z.B. Fahrstühle, Flugzeuge, Hunde, soziale Kontakte,
Prüfungen usw.
Auf der anderen Seite wird bei Tätigkeiten, zu denen man sich motivieren
möchte, die Vorstellung mit positiven Emotionen verkoppelt, z.B.
ebenfalls durch Änderung der Untereigenschaften.
Die Probleme, mit denen Klienten zu mir in die Praxis kommen, sind oft
deutlich komplexer, als eine unangemessene Reaktion (z.B. Phobie) auf
einen definierten Reiz. NLP bietet eine Fülle von Interventionsmustern
unterschiedlicher Komplexität. Für jedes denkbare Problem gibt
es im NLP eine Methode, die passt. All diese NLP-Veränderungsmuster,
auch NLP-Formate genannt, sind sorgfältig entwickelt, vielfach erprobt,
werden ständig kritisiert und weiterentwickelt von der wachsenden
Zahl der Therapeuten, die mit NLP arbeiten. Alle NLP-Interventionen haben
eines gemeinsam: Das Modell der Welt wird verändert, die innere Landkarte
wird erweitert und bereichert, so dass der Klient mehr Handlungsmöglichkeiten
gewinnt, was eine größere Entscheidungsfreiheit ermöglicht.
NLP hat seine Wirksamkeit bewiesen bei der Behandlung von Ängsten
jeder Art wie Prüfungsangst, Flugangst, Lebensangst, Panikattacken,
bei psychosomatischen Erkrankungen, bei der Findung und Klärung von
Zielen ("was will ich wirklich?"), und dem Herausarbeiten von
individuell wirksamen Strategien in den Bereichen Entscheidungen, Motivation,
Kreativität, Erfolg und Gesundheit.
